International Qian Kun Taiji
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Qian Kun Taiji

Die traditionelle Bewegungs- und Kampfkunst Qian Kun Taiji hat ihren Ursprung in den klassischen Methoden des chinesischen Daoyin, Xing Qi Shu und Wushu.

Hierbei umfasst Daoyin traditionelle Übungen zur Gesundheits- und Lebenspflege, sowie Übungen der Kampfkunst. Aus der Imitation von Tierbewegungen hat sich eine Vielzahl von Bewegungsformen entwickelt, deren besondere Beziehung zur Natur zu Harmonie, Schönheit und auch Entspannung der körperlichen Bewegung führen. Die typischen Merkmale des Daoyin, wie sanftes Dehnen, fließende Bewegung oder gleichmäßiges Atmen, ermöglichen viele positive Wirkungsmöglichkeiten auf die energetischen Systeme des Menschen.

Xing Qi Shu, eine traditionelle chinesische Atemübung, die sich besonders durch eine gleichmäßig tiefe und natürliche Atmung auszeichnet, fördert u.a. die Funktionen von Herz-, Kreislauf-, Nerven- und Verdauungssystem und hilft bei Gesundheitsstörungen wie Atmungserkrankungen, Kreislaufbeschwerden oder Stressbelastung.

Die Bewegungsformen des Qian Kun Taiji entstammen dem traditionellen chinesischen Wushu, deren Formen früher nur im Familien- oder Freundeskreis geheim unterrichtet wurden. Ihr Ursprung liegt in den traditionellen Kampfkünsten Pi Gua, Fan Zi, Ba Ji, als Quellen verschiedenster Kampfkunstdisziplinen. Diese Jahrtausende alten Bewegungsformen stellen ein wertvolles Erbe der chinesischen Kultur und Philosophie dar und sind damit auch ein wichtiges gesellschaftliches Bindeglied zwischen den Kulturen.

Die Basisformen der Fünf Tiere, eine Faustform mit 120 Formen, eine Schwert- und eine Stockform sowie das Qian Kun Tui Shou bilden das Qian Kun Taiji-System. Die Formen sind harmonisch, entspannt, sanft und trotzdem kraftvoll. Durch die ganzheitliche Wirkung wird gleichzeitig das Muskelsystem gestärkt, das Atmungssystem verbessert, das Nervensystem entlastet und die Psyche positiv beeinflusst.


Klassische Taiji-Theorie

Ein zentrales Element von Qian Kun Taiji ist das Erlernen und Verstehen der in den klassischen Texten des Taiji niedergeschriebenen Leitsätzen und Prinzipien.

Hier ist beispielsweise das Verlieren der harten äußeren Kraft und Spannung, und die Ausbildung der sanften Taiji-Kraft durch die Einheit und vollkommene Koordination des Körpers und Geistes (Vom Haben zum Nichts, vom Nichts zum Haben) von wesentlicher Bedeutung. Dieses Element steht auch in enger Verbindung zur traditioneller chinesischen Medizin.

Ein Schwerpunkt beim Erlernen der Formen ist das Erlernen der Jing-Kraft in sanften, ruhigen und die Gesundheit des Übenden fördernden Bewegungen, ein weiterer das Verständnis der Verbindung der Taiji-Kräfte.

Die Stufen des Qian Kun Taiji bestehen aus

  • zhao shu (beherrsche die Formen)
  • dung jing (verstehe die Kraft)
  • shen ming (leite die Bewegungen mit dem Geist), deren Wechselwirkungen keinen starren Rahmen produzieren.

Qian Kun Taiji führt in seiner Gesamtheit an schönen und ausdrucksvollen Bewegungsformen und traditionellen Taiji-Inhalten zu Freude und Wohlbefinden beim Ausüben dieser Bewegungskunst.

Artikel aus Fachzeitschriften

Auf der Grundlage einer Forschungsarbeit des Meisters Teng Jian erläutert der Autor einige wesentliche Aspekte der Jin Kraft.

"Aus der Quelle der Tradition", Martin Pendzialek
in: Taijiquan und Qigong Journal 2003, H. 2, S. 20ff.
Mit freundlicher Genehmigung des a&o medianetwork Verlags

 

Peking- Stil

Die 24er- und die 48er-Folgen des Peking-Stils sind aus dem traditionellen Yang-Stil modifizierte und weit verbreitete Taiji-Formen. In den etwas vereinfachten Bewegungsfolgen werden die gesundheitsfördernden und entspannenden Wirkungen der Taiji-Formen jedoch nicht gemindert.

Chen- Stil

Der Chen-Stil gehört zu den bekannten traditionellen Taiji-Stilen. Im Vergleich zu anderen Stilen zeichnen sich die Chen-Formen u.a. durch den fließenden Wechsel von weichen langsamen und plötzlichen schnellen Bewegungen aus, wie z.B. in der 83er-Faustform und der 36er-Schwertform.